
Bewahrung: Praxis des Managements kleiner Museen
Von|Gu Zhengjun、Wu Shaofen
Die Verwitterung ließ das alte Haus allmählich verfallen, und die hundertjährigen Dachziegel waren beschädigt. Durch eine schicksalhafte Fügung schien Gu Zhengjun den Ruf ihrer Vorfahren zu hören. Sie gab ihre erfolgreiche Karriere auf und entschied sich – nach anfänglichem Widerstand wie durch ein Wunder – nach Daxi zurückzukehren. Unter dem Geschäftsnamen „Yuan Gu Ben Pu“ belebte sie das Haus neu und folgte dabei strikt der Überzeugung ihres Vaters, das Alte zu reparieren und zu bewahren, um die Spuren der Zeit und des täglichen Lebens zu erhalten und wieder sichtbar zu machen. Gu Zhengjun ist mittlerweile zu einer Sprecherin für die Bewirtschaftung privater alter Häuser in Taiwan geworden und hat „Yuan Gu Ben Pu“ eine ganz eigene Identität verliehen. Das Haus dient den Bürgermeistern von Taoyuan immer wieder als Ort für den Empfang internationaler Gäste. Weder Leidenschaft noch Schicksal allein können erklären, warum und wie sie dies erreicht hat: Mit unermüdlichem Einsatz präsentiert sie die Ästhetik eines Familienerbes über fünf Generationen hinweg. Dieses lebendige, über 180 Jahre alte Haus ist alltäglich, lebensnah und – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Museum.





